Was macht KI eigentlich?

Künstliche Intelligenz umfasst unterschiedliche Verfahren. Generative KI erstellt beispielsweise Texte, Bilder oder Entwürfe anhand gelernter Muster und Ihrer Eingaben. Sie kann Informationen strukturieren, Formulierungen vorschlagen und verschiedene Lösungswege gegenüberstellen.

Ein flüssiger Text ist dabei kein Beweis für Richtigkeit. Ein System kann Informationen erfinden, Zusammenhänge verwechseln und Ihre Situation falsch einschätzen. Je besser wir die Aufgabe und die Grenzen kennen, desto bewusster können wir das Ergebnis nutzen.

Ja, KI hat Schattenseiten

Erfundene Quellen, einseitige Vorschläge, manipulierte Bilder und glaubwürdig formulierte Falschinformationen gehören zu den Risiken. Hinzu kommen vertrauliche Daten, die unüberlegt in ein ungeeignetes Werkzeug eingegeben werden, und Inhalte, die ihre persönliche Stimme verlieren.

Wer Antworten ungeprüft übernimmt, spart möglicherweise an der falschen Stelle. Eine Befragung von 319 Wissensarbeitenden, veröffentlicht bei CHI 2025, beschreibt selbst berichtete Veränderungen des kritischen Denkaufwands. Sie beweist nicht, dass KI Menschen generell langsamer oder weniger intelligent macht. Für uns ist sie ein Anlass, das eigene Prüfen bewusst im Arbeitsablauf zu behalten.

Mitdenken statt alles abgeben

Wir können KI bitten, eine Idee zu hinterfragen, Alternativen zu nennen oder Unklarheiten sichtbar zu machen. So wird aus einer fertigen Antwort ein Ausgangspunkt zum Weiterdenken.

Probieren Sie bei einem unvertraulichen Entwurf beispielsweise: Welche Annahmen stecken darin? Welche Informationen fehlen? Welche Gegenargumente sollte ich prüfen? Auch diese Antworten müssen Sie beurteilen. Ihr Fachwissen und Ihre Verantwortung bleiben entscheidend.

Datenschutz kommt vor dem ersten Prompt

Der EDÖB weist darauf hin, dass das Schweizer Datenschutzgesetz auch bei KI-gestützter Bearbeitung von Personendaten gilt. Ein praktischer Einstieg beginnt deshalb mit klaren Regeln im Betrieb.

Für Übungen nutzen wir fiktive Beispiele oder freigegebene Informationen ohne Personenbezug. Reale Patientenunterlagen, Personaldossiers und vertrauliche Kundendaten gehören nicht unüberlegt in einen Chat. Namen zu entfernen reicht nicht immer aus, um eine Person unkenntlich zu machen.

Gemeinsame Planung von Inhalten im Team
Symbolbild: Einblicke, Austausch und gemeinsame Planung.
  • Welche Werkzeuge hat der Betrieb für welchen Zweck freigegeben?
  • Welche Informationen dürfen Mitarbeitende eingeben – und welche nicht?
  • Wer klärt Speicherung, Zugriffe und die mögliche weitere Nutzung der Daten?
  • Wer prüft sensible Ergebnisse und gibt die Verwendung frei?

Ein Workflow, der im Alltag helfen kann

Beispiel: Ihr Team möchte eine allgemeine Einladung zu einem Informationsabend erstellen. Dafür braucht es keine Patientendaten. Das Ziel ist ein verständlicher Text, der wirklich zu Ihrem Betrieb passt.

  • 1. Selbst klären: Zielgruppe, Termin, Ort, Zweck und gewünschte Tonalität festhalten.
  • 2. Sicher vorbereiten: Nur freigegebene, notwendige Angaben verwenden.
  • 3. KI gezielt beauftragen: Zwei kurze Entwürfe erstellen lassen; fehlende Angaben markieren statt erfinden lassen.
  • 4. Menschlich prüfen: Stimmen Fakten, Sprache, Vollständigkeit und Wirkung? Eigene Erfahrung ergänzen.
  • 5. Freigeben und vergleichen: Den geprüften Text verwenden und beurteilen, ob der gesamte Ablauf Zeit gespart und die Qualität gehalten hat.

Wo kann Ihr Team konkret profitieren?

Geeignete Aufgaben sind beispielsweise die Gliederung eines Workshops, erste Ideen für einen Redaktionsplan, das Vereinfachen eines freigegebenen Informationstexts oder eine Checkliste aus unkritischen Notizen. Auch unterschiedliche Formulierungen für eine schwierige Nachricht können beim eigenen Schreiben helfen.

Zeitgewinn entsteht nicht automatisch. Wenn ein Ergebnis lange korrigiert werden muss, war der Auftrag oder das Werkzeug möglicherweise ungeeignet. Beginnen Sie mit einer kleinen Aufgabe und bewerten Sie Vorbereitung, Prüfung und Nacharbeit zusammen.

Unser Workshop: Datenschutz, Anwendung, Workflow

Im Digital & AI Workflow Workshop von Digital Next arbeiten wir mit Ihrem Team an passenden Beispielen aus dem Arbeitsalltag. Zuerst klären wir den sicheren Rahmen, dann üben wir verständliche Aufgabenstellungen und die Prüfung von Ergebnissen. Anschliessend verbinden wir die Schritte zu einem Ablauf mit klaren Zuständigkeiten.

Ihre Mitarbeitenden sollen sicherer entscheiden können: Wo hilft KI? Wo muss ich selbst genauer hinsehen? Und wo lasse ich sie bewusst weg? Datenschutzfragen, die eine individuelle rechtliche oder technische Beurteilung brauchen, werden mit den zuständigen Fachpersonen geklärt.

Sie möchten einen ersten sinnvollen Einsatz für Ihr Team finden? Sprechen wir über Ihre Aufgaben und einen passenden Workshop.

Quellen und weiterführende Informationen

Passende Unterstützung

Digital & AI Workflow: unsere WorkshopsExterne Marketingbegleitung